Mein Lieblingsbrot: Whole and Pure

Mein erster Kontakt mit dem Whole and Pure-Brot (auch Whole & Pure geschrieben) war eher negativ. Meine Freundin hat mir das Brot bei ReWe gezeigt.

Das Whole and Pure-Brot sieht mit seiner Vielzahl an Körnern sehr lecker aus. Es wird außerdem nicht mit dem Zusatz von Mehl und Hefe gebacken. Aber ich habe lediglich auf den Preis geschaut. Sparfuchs eben. Der Preis von etwas unter 4,00 € für ein 500 g Whole and Pure-Brot. Nö, auch wenn es noch so lecker aussieht. Ich kaufe weiterhin mein Lieblings-Vollkornbrot von Harry. Das esse ich schon seit Jahren und daran wird auch nichts geändert.

Ein paar Monate später wollte ich einen schönen Antipasti-Abend machen. Ich schlenderte also durch meinen Lieblings-Supermarkt und packte nach und nach die leckersten Dinge in den Einkaufswagen. Feta, Weintrauben, Zaziki, in Knoblauch eingelegt Oliven. Was man halt für einen schönen Abend so braucht. Ein leckeres Ciabatta sollte es auch noch sein. Damit kann man den Zaziki so herrlich dippen. Aber was sehe ich da? Kein Ciabatta mehr. Selbst die Baguettes waren alle. Zaziki mit einem Vollkornbrot von Harry dippen? Das grenzt ja schon an Majestätsbeleidigung.

Aber was sehen meine zartbesaiteten Augen da? Dieses teure Whole and Pure-Brot. Dieses Mal war es zum Glück im Angebot und ich schlug zu. Zu Hause angekommen gönnte ich mir gleich einen Knust. Für die Leser, die der mittelniederdeutschen Sprache nicht mächtig sind. Es ist das Anfangs- bzw. Endstück eines Brotlaibs.

Mein erster Bissen in ein Whole and Pure-Brot hat mich sofort überzeugt!

Merke, nicht der Preis ist wichtig, sondern das Gesamtpaket. Wenn es dann auch noch gesund ist. Beim Antipasti-Abend habe ich das halbe Brot gegessen und mein Blutzucker ist nicht schlagartig nach oben gegangen, sondern in einem ganz kleinen und flachen Bogen. Das hilft sogar einem Diabetiker, der liebend gerne Brot ist.

Die Vorteile vom Whole and Pure-Brot

Durch den hohen Anteil an Körnern hat es einen hohen Ballaststoffgehalt. Das Brot sättigt sehr gut und hält entsprechend länger satt. Es wird ohne Mehl, Säurungsmittel sowie Hefe gebacken. Ein weiterer Vorteil für Diabetiker ist der niedrige glykämische Index (GI) von 28. Normales Vollkornbrot hat einen GI von 70. Es ist sozusagen perfekt für die gesunde Ernährung eines Diabetikers.

Im Anschluss kaufte ich nur noch das Whole and Pure-Brot von ReWe. Jede Woche zwischen 3 und 4 Brote. Das merkte ich natürlich in der Haushaltskasse. Mindestens 3 Whole and Pure-Brote pro Woche macht am Ende des Monats 12 Brote á 4,00 €, mithin also 48,00 € statt 18,00 € für das monatliche Vollkornbrot von Harry. Das ist aber ein Unterschied.

Da ich ein kleiner Sparfuchs bin, habe ich im Internet nach einem Rezept für das Whole and Pure-Brot recherchiert. Die Rezepte, die ich fand, probierte ich dann auch gleich aus. Nachdem ich einige Erfahrung gesammelt hatte, fing ich an, selbst zu experimentieren. Zuerst flog das Kokosöl aus dem Rezept, danach die Mandeln sowie die Nüsse. Letztendlich hatte ich sozusagen meine Version des Whole and Pure-Brotes!

Meine Kalkulation ergab sogar eine deutliche Ersparnis gegenüber der gekauften Variante des Whole and Pure-Brotes. Für die Zutaten eines Brotes zahle ich aktuell 4,30 €. Der interessierte Leser fragt sich natürlich, wo hierbei die Einsparung liegt, wenn es im Supermarkt 4,00 € kostet. Normal zahle ich 4,00 € für 500 g und selbstgemacht 4,30 € für 1.200 g. Also 4,30 € durch 2,4 ergibt 1,79 € pro Whole and Pure-Brot. Das ist durchaus eine Ersparnis. Außerdem schmeckt ein selbst gebackenes Brot einfach herrlich. Man muss sich nur herantrauen 🙂

Hier also meine Lieblings-Version des Whole and Pure-Brotes.

Whole and Pure - Vorratsbehälter Emsa Optima
Meine Körner-Sammlung gut aufbewahrt im Küchenschrank. Ordnung muss sein 🙂

20 g   Chia-Samen
100 g Dinkelflocken
200 g Haferflocken
50 g   Kürbiskerne
50 g   Leinsamen
100 g Roggenflocken
50 g   Sesam
50 g   Sonnenblumenkerne

sowie je nach Geschmack 1/2 bis 1 EL Salz

Zutaten Whole and Pure-Brot
Alles, was ich für das Whole and Pure-Brot benötige. Bis auf den Backofen natürlich!

Alles zusammen in eine große Schüssel geben und umrühren. Dazu kommen:

20 g   Honig
20 g   Rapsöl
750 g Wasser

Den kompletten Inhalt vorsichtig verrühren und zunächst einmal 90 Minuten quellen lassen.

Whole and Pure-Brot vor dem quellen
Das Whole and Pure-Brot vor dem Quellen.

Ich mache davon immer 30 Minuten-Schritte. Nach dem 2. Schritt heize ich den Backofen auf 230 Grad vor. Im Anschluss den Teig in eine eingefettete Kastenform von 30 cm Länge füllen. Die Masse glatt streichen und ab in den Backofen. Nach 15 Minuten die Temperatur auf 200 Grad einstellen und nochmals für 55 Minuten in den Ofen.

Das Brot vor dem Backofen.

Nach dem Backvorgang unbedingt das Brot abkühlen lassen. In zwei Hälften schneiden, in Alufolie einwickeln und ab in den Kühlschrank. Meiner Erfahrung nach muss das Whole and Pure-Brot zunächst eine Nacht gekühlt werden. Danach ist es deutlich fester. Aufgrund der höheren Feuchtigkeit des Brotes bewahre ich es immer gekühlt auf.

Whole and Pure-Brot nach dem Backofen
Das Brot nach dem Backofen

Hier die Nährwerte des Whole and Pure-Brotes pro 100 g

Brennwert: 240 kcal
Fett: 11,6 g
Kohlenhydrate: 22,7 g
davon Zucker: 1,6 g
Protein: 8,9 g
Ballaststoffe: 5,4 g

Die Haltbarkeit des Whole and Pure-Brotes ist bis zu einer Woche. Natürlich hält es bei mir meistens nie so lange 🙂

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