Diabetes Glossar

In meinem kleinen Diabetes Glossar möchte ich keine medizinischen Abhandlungen wiedergeben, sondern lediglich die von mir auf dieser Internetseite verwendeten Begriffe kurz und verständlich erläutern. Mein Diabetes Glossar erhebt auch keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.
Diabetes Glossar

Azeton

Gelangt nicht ausreichend Zucker in die Zellen, baut der Körper Fettzellen ab. Dabei entsteht unter anderem Azeton. Deswegen riecht der Atem nach Azeton. Vergleichbar mit dem Geruch nach faulen Äpfeln oder Nagellackentferner.

Blut­zu­cker (Blut­zu­cker­wert, Blut­zu­cker­spie­gel)

Unter Blutzucker versteht man den Anteil von Glukose (Zucker) im Blut.

Blutzuckermessung

Bei der Blutzuckermessung wird aus einer Blutprobe der Blutzucker gemessen. Als Maßeinheit dienen mmol/l (Millimol pro Liter) sowie mg/dl (Milligramm pro Deziliter). Ich selbst verwende mg/dl. Verwechseln sollte man die Einheiten allerdings nicht, da es zu falschen Ergebnissen führt.

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus oder kurz Diabetes und hierzulande häufig Zuckerkrankheit genannt, bezeichnet eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels. Diese Stoffwechselstörung beruht auf einen Mangel an Insulin im Körper und führt zu einer chronischen Überzuckerung.

Diabetes Typ-1

Der Diabetes Typ-1 ist die weniger vorkommende Form der Zuckerkrankheit. Anders als beim Diabetes Typ-2 spielen für die Entstehung von Diabetes Typ-1 der persönliche Lebensstil, Übergewicht oder Bewegungsmangel keine Rolle. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung. Die Bauchspeicheldrüse produziert das lebenswichtige Hormon Insulin gar nicht mehr oder nur in unzureichender Menge. Menschen mit Diabetes Typ-1 müssen Insulin lebenslang durch Spritzen oder Insulinpumpen zuführen.

Diabetes Typ-2

Der Diabetes Typ-2 ist die häufigste Form der Zuckerkrankheit. Er entsteht durch eine mangelhafte Insulinwirkung an den Körperzellen. Dadurch kann nicht ausreichend Zucker aus dem Blut ins Gewebe gelangen. Als Folge steigt der Blutzuckerspiegel.

Diabetisches Koma

Als diabetisches Koma wird eine durch Insulinmangel ausgelöste schwere Stoffwechselentgleisung bezeichnet. Dabei kann es zu Bewusstseinseinschränkungen bis hin zur Bewusstlosigkeit kommen.

Dia­be­to­lo­ge, Dia­be­to­lo­gin

Diabetologe bzw. Diabetologin werden ärztliche Fachkräfte genannt, die eine Zusatzqualifikation zur medizinischen Betreuung von Menschen mit Diabetes absolviert haben.

Dawn-Phänomen (Morgenröte)

Unter dem Dawn-Phänomen versteht man bei Diabetikern einen Blutzuckeranstieg in den frühen Morgenstunden. Meistens zwischen 3 und 6 Uhr morgens. Die Ursache dieses Anstieges ist eine nächtliche Ausschüttung von Hormonen, die als Gegenspieler des Insulins gelten. Dadurch wird in der Leber mehr Glukose (Zucker) freigesetzt und der Insulinbedarf steigt an.

Gly­kämi­scher In­dex

Der glykämische Index (GI) gibt in Zahlen die blutzuckersteigernde Wirkung der Kohlenhydrate beziehungsweise der Lebensmittel an. Je höher der GI desto schlechter für einen Diabetiker. Traubenzucker gilt als Referenz für den glykämischen Index und hat einen Wert von 100.

Allgemein wird folgende Einteilung verwendet:

  • Hoch ist ein GI größer als 70
  • Mittel sind GI-Werte zwischen 50 und 70
  • Niedrig ist ein GI kleiner als 50

Hyperglykämie (Überzucker)

Hyperglykämie ist das bedeutsamste Zeichen des Diabetes mellitus. Es bezeichnet eine krankhaft vermehrte Menge von Glukose im Blut. Die Symptome einer Hyperglykämie sind Durstgefühl, trockener Mund, häufige Urinausscheidung sowie Sehstörungen. Im schlimmsten Fall droht das hyperglykämische Koma (Diabetisches Koma).

Hypoglykämie (Unterzucker)

Das genaue Gegenteil einer Hyperglykämie ist die Hypoglykämie. Bei einer Unterzuckerung ist die Menge an Glukose im Blut zu niedrig. Klassische Symptome einer Hypoglykämie sind Schweißausbrüche, Trübung des Bewusstseins, Verwirrtheit und im schlimmsten Fall hypoglykämisches Koma (Zuckerschock).

Insulin

Insulin ist ein lebenswichtiges Hormon, dass in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Ohne Insulin kommt es zu schweren Störungen des Zuckerstoffwechsels. Die Menge des Zuckers im Blut steigt an und es entsteht ein Diabetes.

Koh­len­hy­dratein­heit oder KE

Die Kohlenhydrateinheit (KE) ist die Berechnungseinheit für den Gehalt von Kohlenhydraten in Lebensmitteln. Daraus können Diabetiker berechnen, wie viel Insulin sie sich verabreichen müssen. Eine Kohlenhydrateinheit entspricht 10 Gramm Kohlenhydraten.

Langzeitblutzuckerwert (HbA1c-Wert)

HbA1c ist der Teil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin in den roten Blutkörperchen, an den Glukose (Blutzucker) gebunden ist. Er gibt Aufschluss darüber, wie hoch der durchschnittliche Blutzucker in den letzten 8 bis 12 Wochen war. Laut den Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) liegt der Normbereich bei unter 5,7 % bzw. 39 mmol/mol des Gesamt-Hämoglobins.

Nüchternblutzucker

Als Nüchternblutzucker wird der Blutzuckerwert bezeichnet, der im Normalfall morgens vor dem Frühstück, also auf nüchternem Magen gemessen wird. Normal ist ein Nüchternblutzucker von unter 110 mg/dl bzw. unter 6,1 mmol/l. Nüchternwerte von über 125 mg/dl bzw. über 6,9 mmol/l lassen auf einen Diabetes mellitus schließen.

Spritz-Ess-Ab­stand

Als Spritz-Ess-Ab­stand wird der Abstand bezeichnet, der zwischen dem Spritzen des Insulins bis zur Einnahme des Essens liegt. Je nach glykämischen Index des Lebensmittels kann dieser Spritz-Ess-Ab­stand variieren.

Über­zu­cker

Darunter versteht man einen zu hohen Blutzuckerspiegel, siehe Hyperglykämie.

Un­ter­zu­cker

Darunter versteht man einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel, siehe Hypoglykämie.